Frankreichs Justiz prüft Vorwürfe gegen Epson

Die französische Justiz prüft, ob der Druckerhersteller Epson die Lebenszeit von Produkten absichtlich verkürzt hat. Dabei geht es um falsche Angaben zum Füllstand von Druckerpatronen.

Die Staatsanwaltschaft des Pariser Vororts Nanterre hat Vorermittlungen wegen Täuschung und „geplanter Obsoleszenz“ eingeleitet, wie die Nachrichtenagentur AFP meldet. Mit diesem Begriff sind Strategien gemeint, um die Lebensdauer von Produkten absichtlich zu verkürzen und somit mehr zu verkaufen. In Frankreich steht dies seit 2015 unter Strafe.

Ist die Druckerpatrone voll oder leer?

Die Untersuchung der Staatsanwaltschaft zu Epson geht auf eine Anzeige der Organisation Halte à l’Obsolescence Programmée (HOP) zurück. Sie wirft dem Hersteller unter anderem vor, dass Epson-Drucker Patronen als leer anzeigten und den Druck blockierten, obwohl noch Tinte vorhanden sei. HOP sieht die Untersuchungen positiv.

„Epson weist die Behauptung vollständig zurück, dass seine Produkte programmiert seien, nach einer gewissen Zeit nicht mehr zu funktionieren“, teilte das japanische Unternehmen auf Anfrage mit. Es lege großen Wert auf Qualität, und seine Produkte seien unter Berücksichtigung der Bedürfnisse der Nutzer gestaltet.

In Frankreich kann die absichtliche Verkürzung der Lebenszeit von Produkten mit zwei Jahren Gefängnis geahndet werden, zudem sind Geldstrafen von bis zu fünf Prozent des Jahresumsatzes möglich.

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